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Sehenswürdigkeiten in Marokko von A-Z
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Tafraoute, das Zentrum der Ammeln, eines Zweiges der Chleuh-Berber, liegt auf 1.000 m Höhe in einer grandiosen Gebirgslandschaft im westlichen Anti-Atlas. Die Natur hat hier bizarre Felsen aus Granit geformt, die in der Sonne rosa schimmern. Der bekannteste von ihnen, der "Chapeau de Napoléon", erhebt sich 2 km südlich der Stadt. Die rot getünchten Moscheen und Häuser von Tafraoute fügen sich harmonisch in die Landschaft ein - zusammen mit den grünen Palmen ein wahrhaft grandioses Panorama, das noch gesteigert wird, wenn im Februar die Mandelbäume blühen. Unterwegs fährt man durch rosa- und ockerfarbene Dörfer in der Nähe von Wasserläufen. Die Bewohner haben terrassenförmig Anbauflächen für Getreide, Mandelbäume und Olivenhaine angelegt. Eine Wanderung durch die Granitfelsenlandschaft zu den vom belgischen Künstler Jean
Anti-Atlas
Vérame im Jahre 1984 bemalten bunten Felsen bietet unvergessliche Landschaftserlebnisse. Ein weiterer Ausflug, der gut mit dem Pkw zu unternehmen ist, führt in das sich einige Kilometer nördlich von Tafraoute öffnende Tal der Ammeln, das vom 2.359 m hohen Djebel Lekst überragt wird.
Teezeremonie im Hotel Minzah
Das nur wenige Kilometer von Europa entfernte Tanger übte schon immer eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Fremde aus. Nicht nur Touristen besuchen zahlreich die Stadt, auch Künstler und Schriftsteller lassen sich immer wieder hier nieder. Es muss an der geheimnisvollen Atmosphäre des alten Schmugglernests liegen, die noch heute über den dunklen Gassen der Medina schwebt - denn Tanger besitzt ansonsten vergleichsweise wenige Sehenswürdigkeiten. Viele Jahre lebte der amerikanische Schriftsteller Paul Bowles in Tanger, die Stadt inspirierte ihn zu mancher Erzählung. 1989 wurde sein bekannter Roman "Der Himmel über der Wüste" von Bernardo Bertolucci verfilmt. Der Legende nach hat Antäus, Sohn Neptuns und der Erdgöttin Gäa, die Stadt gegründet.
Herkules spaltete an dieser Stelle die Erde und schuf so die Meerenge von Gibraltar, wo Mittelmeer und Atlantik ihre Gewässer vermischen. Der phönizische, später karthagische Stützpunkt wurde 38 v. Chr. Teil der römischen Provinz Hispania. Tingis, wie der antike Name der Stadt lautet, entwickelte sich zu einer der bedeutendsten Handelsstädte zwischen Spanien und Nordafrika. Monumente aus dieser Zeit sind nicht erhalten.
Nach dem arabischen Vordringen an die Nordspitze Marokkos diente Tanger den Eroberern als Sprungbrett nach Spanien. Aufgrund ihrer strategisch günstigen Lage war die Stadt auch in den folgenden Jahrhunderten heiß umkämpft. Nacheinander wurde sie von allen marokkanischen Königsdynastien erobert.
Vor allem in den 1950er und 1960er Jahren war Tanger ein "Mekka" von Schriftstellern der neu entstandenen Popliteratur. Die "Weiße Taube auf der Schulter Afrikas" lockt mit einer malerischen Medina und dem Flair einer Weltstadt. In Tanger gehören u.a. der Grand Socco und der Petit Socco zu den besonderen Sehenswürdigkeiten. Einen Besuch wert und etwas außerhalb von Tanger gelegen, sind außerdem das Cap Spartel und die Herkulesgrotten; dabei durchquert man - wenn man möchte - auch das sehenswerte Villenviertel von Tanger.
Taroudant
Erste Erwähnung findet Taroudant im 11. Jahrhundert n. Chr. Bevor es 1306 durch die Meriniden zerstört wurde, war es um 1030 Residenz eines schiitischen Berberfürsten. Danach stieg Taroudant zu einem Zentrum der Region auf und wurde zwischen 1520 und 1540 Hauptstadt der Saadier. Seine Blütezeit erlebte Taroudant im 17. Jahrhundert als Handels- und Karawanenzentrum. 1687 wurde die Ortschaft durch den alawitischen Sultan Moulay Ismail teilweise zerstört. Die Stadt wird oft als petite Sœur (frz. kleine Schwester) von Marrakech bezeich
net, denn sie ist die größte und vielleicht schönste Stadt am Souss Fluß. Das malerische "Klein-Marrakech" beeindruckt durch seine mächtige Stadtmauer und die Anfang des 18. Jahrhunderts aus Lehm erbaute schöne Medina. Von Oliven- und Orangenpflanzungen umgeben, erstreckt sich der Ort am Ufer des Flusses vor dem Hintergrund der Berge des Hohen Atlas.
Die 5 Stadttore, Bab al Kasbah, Bab Zorgan, Bab Targhount, Bab Oulad Bounouna und Bab el Khemis, wurden früher so gebaut, um die Medina vor Eindringlingen zu schützen. Die Kasbah befindet sich im nördlichen Teil der Stadt. Sie ist umgeben von rechteckigen Türmen, die aber kleiner als die der grossen Stadtmauer sind.
Todra-Schlucht
Tinerhir, auch Tinghir ist eine Oase im Süden Marokkos und liegt in der Nähe des Atlasgebirges in der Region Souss-Massa-Daraâ. Fünf Kilometer nördlich von Tinerhir liegt die auch touristisch interessante Todra-Schlucht.
Tinerhir liegt in einem weiten Tal, eingebettet zwischen dem Hohen Atlas im Norden und dem Jbel Saghro im Süden. Zwischen diesen beiden Gebirgszügen liegt auch die längste Flußoase Marokkos - die des Todra-Flusses. Während vieler Monate im Jahr fließt der Fluß bis in die Wüstengegenden hinter El Hart und verschwindet dort in der Erde. Das Zusammenspiel der ockerfarbenen Bergzüge mit dem Grün der Oase verleiht der Landschaft ihren besonderen Reiz. In den Feldern sind Menschen bei der Arbeit zu sehen. Tinerhir, ein ehemaliges Festungsdorf, ist außerdem bekannt für seine wunderbaren Palmengärten.
Die Einfahrt in die Todra Schlucht beginnt sehr spektakulär; beidseitig weisen senkrechte 300 Meter hohe Wände aus schokoladebraunem Kalk den Weg. Mitten in der Schlucht befinden sich unter einem gewaltigen Überhang zwei Hotels. Bei einer Wanderung rund um Tinerhir bietet sich Ihnen die Gelegenheit, einen vertieften Einblick in die wunderschöne Gegend und ihre Geschichte zu gewinnen.
Volubilis
Eingebettet in eine weite, hügelige Landschaft, erstrecken sich die Ruinen des antiken Volubilis am Fuß des Djebel Zerhoun. Seit man Ende des 19. Jhdts. auf Reste der Römerstadt stieß, legten Archäologen die größte und bedeutendste Ausgrabungsstätte des Landes frei. Einige der antiken Bauwerke wurden rekonstruiert, Säulen und Mauerteile restauriert. Bei einem Rundgang durch das Gelände bekommt man so einen guten Eindruck vom Aussehen einer römischen Provinzstadt. Gegründet zur Zeit der karthagischen Herrschaft, wurde die Stadt im Jahr 44 dem römischen Imperium einverleibt.
Eine rege Bautätigkeit herrschte besonders unter Kaiser Septimius Severus, dem Nordafrika viele architektonische Kostbarkeiten zu verdanken hat. Die Hauptstraße, der Decumanus Maximus, zieht sich auf einer Länge von 900 Metern durch die Stadt, die zu ihren besten Zeiten mehr als 10.000 Einwohner hatte. Vom Alltag der römischen Statthalter und Bewohner zeugen Residenzen wie der gewaltige Palast des Gordianus und Villen mit reich gestalteten Mosaikböden. Volubilis zeigt die am besten erhaltenen Ausgrabungen aus dem römischen Reich in diesem Teil Nordafrikas. 1997 wurde die Stadt zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.
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